
Mit Zöliakie leben
zu Hause mit Zöliakie leben
Am Anfang kann es sich schwierig anfühlen, mit Zöliakie zu leben. Oft konzentriert man sich auf die Lebensmittel, die man nun vermeiden muss. Wenn man jedoch gelernt hat, was man gut essen kann, kommt häufig die Erkenntnis, dass es gar nicht so dramatisch sein muss, mit Zöliakie zu leben. Mit Wissen über Zutaten und mit Sorgfalt klappt es sehr gut. Es gibt vieles, was man weiterhin verträgt, und heute gibt es viele glutenfreie Alternativen. Ohne Gluten zu essen und zu kochen ist heutzutage viel einfacher, als es klingt.
Glutenfrei zu Hause
Versuche, deine Rezepte anzupassen, indem du Zutaten, die Gluten enthalten, durch glutenfreie Alternativen ersetzt. Oft klappt das hervorragend. Statt Weizenmehl kannst du die Soße zum Beispiel mit Maisstärke binden. Und mit Grundnahrungsmitteln wie glutenfreiem Brot, Pasta und Mehlmischungen kannst du die meisten Mahlzeiten leicht anpassen. Glutenfreie Rezepte gibt es reichlich im Internet und in Kochbüchern. Sorge für eine praktische Organisation, damit du glutenfreie Lebensmittel problemlos getrennt handhaben kannst. Es braucht keine zusätzlichen Töpfe, Teller oder Bestecke für die Person mit Zöliakie, aber sie müssen vor der Verwendung sauber gespült sein. Ein eigenes Schneidebrett für glutenfreies Brot ist sinnvoll – oder schneide das glutenfreie Brot auf einem sauberen Brett, bevor dort normales Brot geschnitten wird. Serviere es in einem eigenen Brotkorb und verwende getrennte Servierbestecke für glutenfreie und glutenhaltige Speisen.
Glutenfrei unterwegs
Auswärts zu essen – bei Freunden oder im Restaurant – kann sich anfangs umständlich anfühlen. Aber wenn du sagst, dass du Zöliakie hast und kein Gluten verträgst, ist das Verständnis heute oft groß. Viele essen glutenfrei, und es gibt viele glutenfreie Alternativen. Das Wissen über Gluten und glutenfreie Ernährung kann in der Gesellschaft jedoch unterschiedlich sein. Sage im Café oder Restaurant immer, dass du kein Gluten verträgst. Sie müssen beantworten können, welche Gerichte glutenfrei sind. Wenn du zu Freunden nach Hause gehst, ist es wichtig, sie zu informieren und sie zu bitten, dich um Rat zu fragen. Vielleicht kannst du anbieten, glutenfreies Brot mitzubringen? Egal wo du isst: Du musst dich sicher fühlen, dass das Essen glutenfrei ist. Deshalb ist es notwendig, nachzufragen und zu erklären, wie es mit Glutenanteil und Zubereitung aussieht.
Glutenfrei auf Reisen, Übersetzungskarte für Zöliakie
Zöliakie sollte dich nicht daran hindern zu reisen. Aber egal wohin oder wie du reist, kann es gut sein, im Voraus zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, unterwegs und am Zielort glutenfreies Essen zu bekommen. Informiere am besten auch den Reiseveranstalter sowie die Hotels und Restaurants, die du voraussichtlich besuchen wirst. Es ist außerdem klug, eine Art „Notproviant“ mitzunehmen. Das Vorkommen von Gluten in anderen Esskulturen kann sich deutlich von unserer deutschen unterscheiden, daher lohnt es sich, sich über das Essen in dem Land zu informieren, in das du reisen möchtest. Auch der Bekanntheitsgrad von Zöliakie ist sehr unterschiedlich.
Die Ernährungsberaterin/der Ernährungsberater als Unterstützung
Die Ernährungsberaterin/der Ernährungsberater ist eine unschätzbare Unterstützung für Menschen, die die Diagnose Zöliakie erhalten haben. Eine Ernährungsberatung kann sicherstellen, dass die Ernährung strikt glutenfrei ist, aber ohne unnötige Einschränkungen. Das ist wichtig, weil die glutenfreie Ernährungstherapie eine lebenslange Behandlung ist. Regelmäßige Unterstützung durch die Ernährungsberatung ist daher notwendig, und ein erster Termin sollte innerhalb von 2–3 Wochen nach der Diagnose stattfinden. Eine Ernährungsberatung kann außerdem individuelle Ernährungsempfehlungen geben, was für manche Personen besonders wichtig sein kann.