Dermatitis Herpetiformis Duhring

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Dermatitis herpetiformis Duhring (DHD) wird auch die „Zöliakie der Haut“ (kutane Zöliakie) genannt und führt bei Einnahme von Gluten zu einem lästigen, juckenden Ausschlag. DHD ist eine Hautkrankheit und gilt als eine Variante – eine Hautmanifestation – der Zöliakie. Bei der DHD sind die gleichen Risikogene vorhanden wie bei der Zöliakie, aber die DHD tritt viel seltener auf. Wenige Prozent der Zöliakiebetroffenen leiden auch an Dermatitis herpetiformis Duhring. Die Krankheit tritt meistens bei älteren Erwachsenen auf, bei Kindern ist sie hingegen selten. Es wird vermutet, dass sich eine unbehandelte Zöliakie zu einer DHD entwickeln kann. Genau wie die Zöliakie ist die DHD eine chronische Krankheit und nach aktuellem Stand nicht heilbar.

Um Dermatitis herpetiformis Duhring zu diagnostizieren, wird eine Hautbiopsie durchgeführt. Das Biopsat wird an einer Hautstelle direkt neben dem Ausschlag entnommen und auf bestimmte, für DHD typische Antikörper untersucht. In der Regel werden zusätzlich Bluttests zum Nachweis von DHD und zöliakiespezifischen Antikörpern durchgeführt. Manchmal erfolgt auch eine Dünndarmbiopsie. Obwohl viele Menschen mit DHD keine Magenbeschwerden haben, kommt es in den meisten Fällen zu den gleichen Auswirkungen auf den Dünndarm wie bei Zöliakie. Wie bei Zöliakie ist es wichtig, weiterhin Gluten zu essen, bis der medizinische Befund vorliegt. Der Grund dafür ist, dass eine glutenfreie Ernährung die Krankheit behandelt, und die Tests dann fälschlicherweise negativ sein können.