Empfindlich gegenüber Gluten

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Die Krankheit Zöliakie bedeutet, dass man Gluten nicht verträgt. Zöliakie wird umgangssprachlich oft als Glutenintoleranz bezeichnet. Zöliakie ist jedoch keine Intoleranz, sondern eine Autoimmunerkrankung, die eine strikt glutenfreie Ernährung erfordert. Neben Zöliakie gibt es andere Zustände, bei denen man sich mit glutenfreier Ernährung besser fühlt – unter anderem etwas, das als Glutensensitivität oder Weizensensitivität bezeichnet wurde und in vielen Fällen möglicherweise eine Form von Reizdarmsyndrom (RDS) ist. Diese anderen Zustände wurden ebenfalls als Glutenintoleranz bezeichnet, was verwirrt. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte der Begriff Glutenintoleranz daher ganz vermieden werden (also bei allen Zuständen).

Es gibt mehrere Bezeichnungen und Ausdrücke dafür, dass man sich mit glutenfreier Ernährung besser fühlt, obwohl man keine Zöliakie hat. Der englische Begriff non-coeliac gluten sensitivity wurde auf Schwedisch als „glutenkänslighet utan celiaki“ bzw. „icke-celiakirelaterad glutenkänslighet“ übersetzt. Manchmal wurde das unglücklicherweise als „Glutenintoleranz“ bezeichnet (siehe oben). Heute verwenden die meisten Forschenden stattdessen die Begriffe non-coeliac wheat sensitivity bzw. „vetekänslighet utan celiaki“ oder „icke-celiakirelaterad vetekänslighet“. Denn man untersucht, ob der Zustand vor allem durch einen anderen Bestandteil – insbesondere in Weizen – und nicht durch Gluten verursacht wird.

In Weizen, Gerste und Roggen gibt es eine bestimmte Art von Kohlenhydraten, die Fruktane genannt werden. Sie gehören zur Gruppe der FODMAP, eine Abkürzung für fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole. Bei RDS (Reizdarmsyndrom) ist es häufig, dass man empfindlich auf verschiedene Arten von FODMAP reagiert. Einige Studien deuten darauf hin, dass viele Menschen, die glauben, empfindlich auf glutenhaltige Lebensmittel zu reagieren, in Wirklichkeit auf Fruktane empfindlich sind und vielleicht statt einer Weizensensitivität ohne Zöliakie eine Form von RDS haben.

Wenn du vermutest, dass du Gluten nicht verträgst, ist es wichtig, nicht auf eigene Faust glutenfrei zu essen, bevor du mit professioneller Hilfe in einer Arztpraxis auf Zöliakie und Weizenproteinallergie getestet wurdest. Andernfalls kann es sehr schwierig sein, Zöliakie festzustellen oder auszuschließen – was in der Regel eine Voraussetzung ist, um anschließend nach anderen Ursachen zu suchen. Es ist wichtig, die Ursache dafür zu kennen, warum es dir mit bestimmter Nahrung besser geht. Es kann viele unterschiedliche Ursachen geben, die wichtig sind zu finden – ebenso wie es wichtig ist, eine Zöliakie zu erkennen.